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Farid EL Atrache (1914 - 1974) (Syrier):
Farid wuchs in einer Drusenfamilie ( eine im Jahr 1010 entstandene Religionsgemeinschaft) auf und wurde hauptsächlich durch seine Mutter, die eine hervorragende Oud-Spielerin und Sängerin war, erzogen. Der Vater kümmerte sich wenig um die Familie. 1920 verliess die Familie Syrien und fanden Zuflucht in Ägypten wo sie die ägyptische Staatsbürgerschaft erhielten. Mit seiner Schwester, Asmahan, trat Farid musikalisch viel auf. Auch zwei Spielfilme machten sie zusammen. Zuerst wurde er als Oud-Spieler und später dann auch als Sänger bekannt durch private Rundfunkstudios. Bald wurde er im Nationalrundfunk in Kairo engagiert. Er war auch ein hervorragender Komponist. Als seine Schwester 1944 verstarb, fiel er in eine tiefe Depression. Farid bekam früh den Namen „Der traurige Sänger“, weil er von verlorener Liebe sang. Er sang aber auch romantische politische und fromme Lieder. Er sang aber immer mit einem ausserordentlichen Einfühlungsvermögen, dass sein Publikum stets in den Bann zog. Seine Stimmer veränderte sich von einer hohen Tenorstimme die sich mit den Jahren vertiefte. Sein Stil war immer arabisch, hat sich aber auch den westlichen Einflüssen nicht entzogen. Sein berühmtes Lied „ Ya Zahratan“ (eine Blume in meiner Fantasie), ist ein flotter Tango. Durch seine Filmkarriere lernte er die berühmte Bauchtänzerin Samia Gamal kennen. Sie spielten viele Filme und waren auch privat ein Liebespaar. Er war aber nie verheiratet und trennte sich auch wieder von ihr, da er der Meinung war, dass eine Ehe und eine künstlerische Zusammenarbeit sich nicht gut vertragen. Er hatte viele Liebesbeziehungen, unter anderem auch mit König Faruks Ex Frau Farida. Farid hatte gesundheitliche Probleme mit dem Herzen. Die schlimmer werdende Herzkrankheit sah man ihm an und fast hätte er die junge ägyptische Sängerin Shadia geheiratet. Im letzten Moment macht er aber ein Rückzieher. Er meinte, dass er Shadia nicht zu einer jungen Witwe machen möchte. Doch Gerüchte sagen, dass keine Frau die seelische Leere, die seine Schwester Asmahan hinterlassen habe, füllen könnte. Erst 59 Jahre alt, verstarb Farid in Beirut, denn er übersiedelte in seinen späten Jahren zurück in den Libanon. Begraben ist er in Kairo neben seiner Schwester Asmahan und seinem Bruder. Er ist noch heute unvergessen und wird immer noch als "König der Oud" genannt. Seine grosse Liebe zur Oud (Kurzhalslaute) zeigt sich insbesondere in einer Improvisation (Taqsim) am Anfang seines bekanntesten Werkes, "El Rabaiî" (Der Frühling). Dieser Taqsim gilt heute noch als Messlatte für alle Oud-Spieler.
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